Der Dichter, der Frauenlob genannt wird, schreibt nicht mehr Althochdeutsch, der schreibt schon Mittelhochdeutsch. Der Mittelhochdeutsch-Schein war etwas schwieriger zu bekommen, weil der Professor diesmal wirklich etwas von seinem Fachgebiet verstand. Da der wichtigste Teil der deutschen Literatur des Mittelalters in mittelhochdeutscher Sprache geschrieben wurde, konnte man das eigentlich auch verlangen. Irgendwann werde ich, das habe fest vor, hier einmal über Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg schreiben – das sage ich ohne jede Ironie. Ich finde, dass diese Literatur – pädagogische Flaschen bei der Vermittlung von Gotisch, Alt- und Mittelhochdeutsch hin oder her – ein wunderbares Leseerlebnis ist. Und so gibt es heute schon mal ein kleines Häppchen Mittelhochdeutsch von Herrn Frauenlob:
Lês fierder by silvae… Lês fierder