Langweilig, belanglos, miserabel – mit wenigen Worten lässt sich ein Buch vernichtend kommentieren. Für den Kritiker hat das immer auch ein selbsterhebendes Moment: Über die Arbeit eines anderen wird der Daumen gehoben oder gesenkt, caesarengleich. Nennt mich Gott.
Eine hübsch leichtfertige Unterstellung, sicher. Eine Unterstellung aber, die sich ihre Leichtfertgkeit von der Kritik selbst abschaut, mit Leichtigkeit, angesichts vieler Rezensionen, in denen Hunderte Seiten eines Autors innerhalb weniger Absätze vernichtet werden. Eine Unart, die viele Gründe haben mag und sicherlich auch im Bedürfnis des Kritikers zu suchen ist, als wahrsprechende Instanz akzeptiert zu werden.
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