Was für eine wundersame Heiligenlegende. Was für ein beschwingtes und tief melancholisches Buch. “Raphaël” von Paul Badde handelt von Völkermord und Auferstehung, von unserem kulturellen und religiösen Gedächtnis, und tja: einem Engel.
Er war ein Skandal, damals in den Nachkriegsjahren in München, sicher peinlich für manche in seiner freundlichen Unbeirrtheit, doch auch herzerwärmend für enge Freunde und inspirierend für viele, die er berührt hat. Raphaël hat er sich genannt, dieser Walther Kahn, der als Viertel-Jude mit seiner Familie knapp der Gaskammer entronnen ist und später zum katholischen Glauben konvertierte.
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